• 20190321 204206

    Danach

    Gedicht

    Augen ohne Lider
    kohlenschwarz, ewiger Schlaf.
    Mauer ohne Dach
    aschgrau, ewige Erinnerung.

    Stein auf Stein.

    Farbe voller Kratzer,
    Leere ohne Ende,
    Atemzüge,
    leise.
    Gottes Sohn
    ach so leise
    auf dem Boden voller Splitter.
    Gebrochen sein Kreuz.
    Haut voller Narben,
    Schmerz
    Schrei
    ewig ewig.

    Holz auf Stein.

    Sprachlos
    reglos
    gedankenlos
    im Haus der Stille.

    Herz auf Stein.

    Sonne, blendendes Gold,
    im Himmel, durchsichtigem Silber,
    Bäume wieder grün ach so grün,
    Gras sanft ach so sanft.
    Erlösung, endlich.

    Endlich.

    Erschinen in “Im Flüstern verlassener Orte”, (Sternenblick, 2019)